Joachim Falkenhagen
Unsere Stadt entwickeln
Die Straße „Nordwall“ ist ein Paradebeispiel dafür, dass man als Kommunalpolitiker viel Geduld braucht. Schon in den 90ern haben wir beantragt, den „Nordwall“ als Bundesstraße im Stadtgebiet nicht als Einbahnstraße, sondern als gegenläufig zu befahrende Straße auszubauen. Uns war es wichtig, die Erreichbarkeit der Stadt von Norden und auch von der Allerinsel aus zu verbessern. Natürlich wird der Nordwall dadurch stärker belastet, aber viele andere Bereiche werden entlastet, weil Umwege entfallen. Das hilft uns, voranzukommen, unsere Ziele zu erreichen und Aufträge möglichst schnell zu erledigen. Und nebenbei freut sich unsere Umwelt, weil wir CO₂ einsparen. Kommunalpolitisch war die Maßnahme umstritten. So hat die SPD die Absicht damals als „Show-Antrag“ bewertet.

Die Altstadt mit ihrem geschlossenen Fachwerkkern ist für viele ein Identifikationsmerkmal und Anziehungspunkt zugleich und war in den vergangenen Jahrzehnten DAS Einzelhandelszentrum. Doch neue Angebotsformen und ein verändertes Kaufverhalten von uns allen haben überall in Europa und auch in Celle zu einem Rückgang im stationären Einzelhandel geführt.

Veränderungen sind nie einfach, aber wir geben nicht auf. Unser Ziel ist es, die Altstadt als lebendigen Ort zum Einkaufen und für Begegnungen zu erhalten. Wir sind offen für kreative Ideen und Initiativen, auch wenn sie unkonventionell sind. Aber wir müssen auch daran denken, wie wir sie finanzieren.
Das Gleiche gilt für die Congress Union Celle. Viele Generationen haben dort schöne Erinnerungen an Vorträge, Schützenfeste, Bälle, Familienfeiern und Kulturveranstaltungen gesammelt. Ich möchte, dass dieses Haus uns allen erhalten bleibt und wir haben bereits erste Schritte in eine bessere Zukunft unternommen.

Rat und Verwaltung haben es geschafft, die Grundschulen in Celle leistungsfähiger zu machen. Die neuen Grundschulen in der Blumlage, in Westercelle und die Katholische Grundschule sind fertig! Gestaltung und der Aufbau dieser Schulen ermöglichen es uns, unsere Kinder zeitgemäß zu unterrichten. Die Flurschule ist Geschichte, heute gibt es Clusterschulen. In ihnen können unsere Kinder zeitgemäß unterrichtet werden.
Den Startschuss dafür hat der Rat im Jahr 2020 gegeben, als er auf Antrag der FDP-Fraktion einen Schulentwicklungsplan beschlossen hat. Neben den Grundschulen Blumlage/Altstadt und Bruchhagen (Westercelle) werden in den kommenden Jahren die Waldwegschule und Garßen neu erstellt, die Grundschulen Neustadt/Heese und Vorwerk grundlegend umgestaltet bzw. werden. Die Grundschulen Hehlentor und Groß Hehlen werden erweitert.
„Schule ist Lebensraum“, dieses geflügelte Wort kann auch bedeuten, dass in dem Leben der Schülerinnen und Schüler die Schule das einzige Umfeld mit Qualität ist. Dieses „Umfeld mit Qualität“ müssen wir zusammen mit „Bildungsqualität“ unseren Kindern auch in Zukunft und für ihre Zukunft bieten.

Zeitgleich sind in unserer Stadt neue Kindergärten gebaut worden. Zumindest theoretisch kann heute für jedes Kind ein Kindergarten- oder Krippenplatz zur Verfügung gestellt werden. Auch dies ging nur, weil wir unsere Haushaltssituation deutlich verbessert haben.


Über viele Jahre ist bei der Sanierung von Straßen gespart worden, um den Haushalt nicht zu belasten. Der Wilhelm-Heinichen-Ring hatte bereits eine ganze Reihe von Jahren seine „Lebenszeit“ überschritten und musste dringend saniert werden. Wir haben es möglich gemacht. Natürlich bringen derartige Bauarbeiten immer Schwierigkeiten mit sich. Aber ich finde, dass der Umbau ganz gut geklappt hat.